Antrag: Stolberger Solaroffensive

Steigende Energiepreise, erhöhte Umweltschutzanforderungen bei Bau und Sanierung von Immobilien, allgemeine Inflation. Die Stadt Aachen oder das Land Baden-Württemberg machen es mit ihren gezielten Photovoltaikförderungen vor.

Eine Investition in eine Photovoltaikanlage erwirtschaftet eine positive Rendite, schont die Umwelt und stabilisiert den Strompreis. Wir erachten es daher als sinnvoll das die Stadt Stolberg als kommunale Vertretung ihre Bürger dabei fördert eine solche Investition zu tätigen. Eine sinnvolle Förderung von Sonnenenergie bezieht sich nicht nur auf finanzielle Unterstützung auch ein Beratungsangebot wäre sicherlich hilfreich, beides ist in Stolberg nicht vorhanden. Umso mehr waren wir verwundert, dass unser Antrag einer „Stolberger Solaroffensive“ abgelehnt wurde? Wir verstehen nicht, warum nicht einfach das vorhandene Aachener Modell kostengünstig kopiert und in Stolberg angewendet wird? Warum hängt Stolberg beim Thema Energiewende hinterher?

FunFact: Als Fraktion im Stolberger Stadtrat werden wir auch mit „Propaganda Blättchen“ des Bundeswirtschaftsministeriums der sog. „Fachzeitschrift für Kommunal und Landespolitik in Nordrheinwestfalen“ regelmäßig per Ratspost versorgt. Wer sich zum Beispiel die Berichte über Energiewende und Photovoltaik in der Ausgabe 10/21 durchliest könnte zu der Ansicht kommen, dass Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen nur so von Innovationskraft strotzen. Es werden zügellos neue staatliche Stellen eingerichtet die die Energiewende fördern. In der Theorie mag dies alles sehr positiv klingen praktisch kommt davon in Stolberg aber nichts an!

Beispiel: Anstatt dafür Sorge zu tragen, dass Stolberger Bürger, Firmen und öffentliche Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet werden können, hat man im Gewerbegebiet Camp Astrid mehrere Gewerbegrundstücke von insgesamt 36.000 Quadratmeter mit Photovoltaik Freiflächenanlagen „versiegelt“. Auf dieser Fläche hätten laut Fördervorgabe über hundert Arbeitsplätze entstehen sollen, Arbeitsplätze mit denen Stolberg wertvolle Gewerbesteuereinnahmen hätte generieren können.
Anstatt also diese Flächen mit Gebäuden für Unternehmen zu bebauen die dann mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet werden, hat man diese Möglichkeit der kommunalen Einnahmen Generierung einfach außer Acht gelassen. Die Photovoltaikanlage waren übrigens scheinbar so schlecht geplant, dass der Betreiber wenig später Insolvenz anmelden musste.

Wir fordern weiterhin: Die Einrichtung einer Beratungs und Zuschußförderung für Photovoltaik, so dass der normale Stolberger Bürger von der Energiewende profitieren kann. Fördermittel von Land und Bund die diesbezüglich zur Verfügung gestellt werden müssen genutzt werden.

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